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Pascal Mercier

Pascal Mercier ist das Pseudonym des Schweizer Schriftstellers und Philosophen Peter Bieri (Jahrgang 1944), unter dem er unter anderem den großartigen Roman „Nachtzug nach Lissabon“ geschrieben hat. Er nutzt es, um seine belletristischen Arbeiten von seinen akademischen Veröffentlichungen zu trennen. Der Mann, der heute unter dem Pseudonym Pascal Mercier publiziert, studierte in London und Heidelberg Philosophie, Anglistik und Indologie und setzte sich intensiv mit dem englischen Philosophen John McTaggart Ellis McTaggart auseinander, über den er auch promovierte. Anschließend studierte Pascal Mercier an der University of California, in Berkeley, an der Harvard University, in Berlin und in Jerusalem. Mitte der 1980er Jahre wurde der Autor, der heute als Pascal Mercier bekannt ist, wissenschaftlicher Assistent am Philosophischen Seminar in Heidelberg. Die Philosophische Psychologie, Erkenntnistheorie und Moralphilosophie sollten bald seine Forschungsschwerpunkte werden. Seit Anfang der 1990er Jahre war Peter Bieri dann in der Lehre tätig, unterrichtete Geschichte der Philosophie in Marburg und Sprachphilosophie in Berlin. 2007 setzte er sich zur Ruhe. Die schriftstellerische Tätigkeit unter dem Pseudonym Pascal Mercier hatte Bieri aber schon zuvor aufgenommen. Schon 1997 erschien sein erstes Buch unter diesem Namen: „Perlmanns Schweigen“. Es folgten „Die Klavierstimmer“ (1998) und der große Roman „Nachtzug nach Lissabon“ (2004), den Bieri auch noch in seiner Zeit als aktiver Professor schrieb. Lediglich die Novelle „Lea“ entstand, seit Mercier in den Ruhestand gegangen ist. Zur gleichen Zeit veröffentlichte er nämlich unter seinem richtigen Namen weiterhin Fachbücher. 2007 erschien sein Aufsatz „Was bleibt von der analytischen Philosophie?“ und 2011 schrieb er: „Wie wollen wir leben?“. Bis 2007 veröffentlichte Bieri auch regelmäßig Artikel im ZEITmagazin, die sich mit Themen der philosophischen Psychologie beschäftigten. Inzwischen ist es ruhig um Pascal Mercier geworden, doch sein Roman „Nachtzug nach Lissabon“ gilt noch immer als ein großer Roman der Gegenwartsliteratur. Die WELT schrieb über ihn: „Lesezeit wird bei Mercier zu etwas sehr Kostbarem: zu einer reichen, erfüllten Lebenszeit.“

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