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Martin Mosebach

Martin Mosebach (Jahrgang 1951) ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart. Sein Werk umfasst sowohl Romane als auch Drehbücher, Theaterstücke, Hörspiele, Opernlibrettos, Reportagen und Erzählungen. 2007 erhielt er für sein Gesamtwerk den renommierten Georg-Büchner-Preis, den wichtigsten Buchpreis der deutschen Sprache. Mosebach studierte in Frankfurt a.M. und Bonn Rechtswissenschaften und begann gegen Ende seines Referendariats mit dem Schreiben. Sich selbst bezeichnete Mosebach deshalb häufig als „Spätentwickler“. Doch sein großes Talent brachte ihm 1980 den Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ein. Sein Roman-Debüt, „Das Bett“, erschien 1983 auf Empfehlung des Schriftstellers Horst Krüger in ungekürzter Form und umfasste mehr als 1.000 Seiten. Seitdem ist er als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main ansässig, seine Heimatstadt, die er gleichermaßen hasst und liebt und die er immer wieder in Feuilletons, Reportagen, Reden und Romanen aufgreift. Die Deutsche Akademie für Sprachen und Dichtung nannte Martin Mosebach einen „genialen Formspieler auf allen Feldern der Literatur und nicht zuletzt [einen] Zeitkritiker von unbestechlicher Selbstständigkeit.“ Sie verlieh ihm 2007 hierfür den Georg-Büchner-Preis. Außerdem erhielt er 2006 den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste für seine Romane. Diese haben zumeist einen Antihelden zum Protagonisten und beobachten ihn bei seinem persönlichen Scheitern in der heutigen Leistungsgesellschaft. So auch in seinem neusten Roman, dem von der Presse hoch gefeierten und als eines der besten Bücher der neuen deutschen Gegenwartsliteratur (FAZ) bezeichneten „Was davor geschah“. Der Roman zeigt die Auseinandersetzung eines Paares mit der Vergangenheit des jeweils anderen und zeichnet dabei ein außergewöhnlich scharfes Bild der Frankfurter Gesellschaft.

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