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Sten Nadolny

Sten Nadolny (Jahrgang 1942) ist ein deutscher Schriftsteller und Sohn des Schriftstellerehepaares Burkhard und Isabella Nadolny. Er wuchs in Oberbayern auf, studierte in München, Göttingen, Tübingen und Berlin Geschichte und Politikwissenschaften und promovierte schließlich an der Freien Universität von Berlin. Für kurze Zeit arbeitete er als Geschichtslehrer, widmete sich dann aber dem Filmgeschäft. Seine Karriere dort begann er als Aufnahmeleiter. Später schrieb er Drehbücher, wobei unter anderem „Netzkarte“ (1981) entstand, ein Roman, der ursprünglich als Drehbuch angelegt war, aber nie realisiert wurde. Zwei Jahre später feierte Nadolny mit „Die Entdeckung der Langsamkeit“ große Erfolge, in dem er, inspiriert vom Leben des Polarforschers John Franklin, die Geschichte eines Mannes mit geistiger Behinderung erzählt, der sich mit großer Langsamkeit durch das Leben bewegt, aber stetig auf sein Ziel, ein berühmter Kapitän und Entdecker zu werden, hinarbeitet und dieses schließlich erreicht. Vorab war das fünfte Kapitel veröffentlicht worden, für das Nadolny mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden war. Es folgten zahlreiche weitere Auszeichnungen. 2012 erschien Sten Nadolnys philosophischer Zeitreiseroman „Weitlings Sommerfrische“. Wieder lässt sich der Autor darin zu Tiefgründigkeit und Melancholie bewegen und wieder wartet er in seinem Buch mit tiefen Erkenntnissen und wahren gedanklichen und sprachlichen Schätzen auf.

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