Doris Pilkington
Doris Pilkington (Jahrgang 1937) wurde als Nugi Garimara in einem Aborigine-Dorf in Westaustralien geboren. Als sie vier Jahre alt war, musste sie mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in das Moore-River-Reservat umsiedeln. Bald darauf gelang der Mutter mit der kleinen Schwester die Flucht, Doris blieb jedoch zurück. Im Alter von 18 Jahren begann sie eine Hilfsschwestern-Ausbildung am Royal Perth Hospital und konnte daraufhin das Reservat endlich verlassen. Nachdem sie ihre sechs Kinder großgezogen hatte, begann Pilkington ein Journalismus-Studium an der Curtin University. Ihre Arbeiten beschäftigen sich intensiv mit dem Schicksal der Aborigines. Für ihren ersten Roman, „A Stockman’s Daughter“ erhielt sie den David Unaipon Award, der sich direkt an Aborigines und Torres-Strait Insulaner richtet. 1996 folgte ihr zweiter Roman „Follow the rabbit-proof fence“. Darin erzählt Pilkington die wahre Geschichte ihrer Mutter, die als Kind von ihren Eltern fortgenommen und weißen Familien zur Umerziehung übergeben wurde. Sie teilte mit tausenden anderer Aborigine-Kinder das Schicksal der „Gestohlenen Generation“. Das Buch ist heute in vielen Schulen Australiens Pflichtlektüre und wurde 2002 von Phillip Noyce unter dem deutschen Titel „Long Walk Home“ verfilmt. Wie kein anderes Werk machte der Roman auf das schwere Schicksal der Ureinwohner Australiens aufmerksam.
Top-Thema
Berlin ist the place to be und lockt Touristen aus aller Welt an die Spree. Nie zuvor war die Stadt so angesagt wie heute. Reiseführer für Berlin bemühen sich deshalb verzweifelt, mit dem rasenden Puls der Stadt mitzuhalten. Hier finden Sie die Besten.


