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Mario Puzo

Mario Puzo (1920 – 1999) ist ein großer US-amerikanischer Schriftsteller italienischer Abstammung, der mit dem Roman „Der Pate“ international bekannt und erfolgreich wurde. Der Roman, der von Francis Ford Coppola verfilmt wurde und so einen weiteren weltweiten Siegeszug antrat, gilt als moderner Klassiker und lässt das New York der 1940er Jahre mit all seinen Licht- und Schattenseiten lebendig vor den Augen der Leser wieder auferstehen. Mario Puzo wuchs selbst in den 1920er und 1930er Jahren im New Yorker Stadtteil Little Italy auf. Als Kind italienischer Einwanderer erlebte er bittere Armut und das angespannte Verhältnis der Immigranten untereinander und den New Yorkern gegenüber. Mario Puzo meldete sich im Zweiten Weltkrieg freiwillig zur Front und war unter anderem auch in Deutschland stationiert. Nach seiner Rückkehr in die USA erhielt er ein GI-Stipendium für ehemalige Soldaten an der New Yorker The New School for Social Research und an der Columbia University. Schon bald darauf fand Puzo zum Schreiben und veröffentlichte 1950 seine erste Kurzgeschichte. Der erste Roman, „The Dark Arena“, folgte dann 1955. Hier thematisierte er die Schwarzmarktkreise im Nachkriegsdeutschland und schuf schon dort jene besondere Stimmung, die den „Paten“ später zum Welterfolg werden lassen sollte. In den folgenden Jahren arbeitete Mario Puzo vor allem für Magazine, bevor ihm mit dem Roman „Mamma Lucia“ schließlich der erste Erfolg gelingen sollte. Hier schrieb er über das, was er tatsächlich selbst erlebt hatte: Er schilderte das Leben italienischer Einwanderer im New York der Depressionszeit. Damit hatte Puzo den Nerv der Zeit getroffen und als dann 1969 „Der Pate“ aus dem selben Millieu erschien, wurde das Buch sofort zum Bestseller. Gemeinsam mit Francis Ford Coppola erarbeitete er das Drehbuch für den Kino-Welterfolg mit Marlon Brando und Al Pacino. Das Werk, das Puzo nach eigenen Angaben nur aus Geldgründen schrieb, war für 11 Oscars nominiert und gewann insgesamt drei. Es folgten weitere großartige Romane, in denen Mario Puzo dem Untergrund-Millieu treu blieb: „Narren Sterben“, „Der Sizilianer“, „Der vierte Kennendy“ und 1996 dann „Der letzte Pate“. Sein letzter Roman „Omertà“ wurde 2001 postmortem veröffentlicht. Vorerst unvollendet blieb das Werk „Die Familie“; es wurde jedoch später von Puzos Assistentin und Lebensgefährtin Carol Gino zu Ende geführt. 1999 war Mario Puzo während der Arbeiten an diesem Buch in seinem Haus auf Long Island verstorben. Heute ist sein erfolgreichstes Buch, „Der Pate“, aus keiner Bibliothek mehr weg zu denken. Es gilt als moderner Klassiker, auch wenn Puzo selbst seinen weniger erfolgreichen Roman „Mamma Lucia“ für sein bestes Werk hielt. Auch der Film ist ein Klassiker und wird von Filmfans immer wieder in höchsten Tönen gelobt. 

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