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Michael Tsokos

Michael Tsokos (Jahrgang 1971) ist ein bekannter deutscher Rechtsmediziner, der vor allem dadurch bekannt wurde, dass er im Auftrag der UN in Krisengebieten zivile Opfer identifizierte. Aber auch als Buchautor hat sich Tsokos einen Namen gemacht. Mit seinen Fallsammlungen „Dem Tod auf der Spur“ und „Der Totenleser“ gelangen ihm zwei Bestseller. 2012 veröffentlichte er gemeinsam mit dem deutschen Thriller-Autor Sebastian Fitzek den Roman „Abgeschnitten“, der dem Leser tief unter die Haut geht. In seinem Medizinstudium an der Universität zu Kiel spezialisierte sich Michael Tsokos auf den postmortalen Nachweis von Infektionskrankheiten. Nach seinem Abschluss arbeitete er in der Fachklinik für Psychiatrie Neustadt in Holstein und am Pathologisch-Bakteriologischen Institut des Städtischen Krankenhauses Kiel.

Zwei Jahre lang war er in Bosnien und im Kosovo mit der Exhumierung und Identifizierung von Leichen aus Massengräbern beschäftigt. Im Jahr 2000 erhielt er die Facharztanerkennung im Fach Rechtsmedizin. Nach seiner Habilitation wurde Michael Tsokos zum Obermedizinalrat ernannt und flog im Auftrag des Bundeskriminalamtes zur Identifikation der deutschen Tsunami-Opfer nach Thailand. Bis 2006 war er anschließend Oberarzt an der Hamburger Rechtsmedizin und leitet heute das Institut für Rechtsmedizin der Charité. 2009 sorgte Michael Tsokos für Schlagzeilen, als er die These aufstellte, bei der Wachsleiche im Keller der Charité handele es sich um die ermordete Rosa Luxemburg. Bisher konnte weder der Beweis für diese These noch für ihr Gegenteil erbracht werden. Neben seiner wöchentlichen Kolumne, „Professor Tsokos ermittelt“ im Berliner Tagesspiegel, schrieb Michael Tsokos zwei Bücher mit echten Fällen und 2012, in Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek, den Thriller „Abgeschnitten“. 2015 folgte der True-Crime-Thriller "Zerschunden".

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