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Eduard von Keyserling

Eduard von Keyserling (1855 – 1918) war ein großer deutscher Schriftsteller, der im 20. Jahrhundert leider ziemlich schnell in Vergessenheit geriet. Seine baltischen Romane haben jedoch die deutsche Literatur nachhaltig geprägt und sein Roman „Wellen“ gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Keyserling wurde im heutigen Lettland geboren und studierte in Dorpat, das heute zu Estland gehört, Rechtswissenschaften. Als gesellschaftlicher Außenseiter kam Eduard von Keyserling 1878 nach Wien und studierte hier Philosophie und Kunstgeschichte. Nachdem er anschließend für einige Jahre in die Heimat zurückgekehrt war, um die Güter seiner Familie zu verwalten, zog Eduard von Keyserling nach München. Er litt unter einer sehr schwachen körperlichen Konstitution und erblindete früh. Seine bekanntesten Werke  entstanden während des Ersten Weltkrieges. Seine frühen Romane sind dem Naturalismus zuzuordnen. Bekannt wurde Eduard von Keyserling jedoch vor allem mit seinen impressionistischen Erzählungen, Novellen und Romanen, zu denen auch „Wellen“, sein „baltischer Sommerroman“, zählt, in dem er verschiedenste Charaktere in einem Ostseebad aufeinander treffen lässt. 1918 starb von Keyserling in München.

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