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Émile Zola

Émile Zola (1840 – 1902) war ein großer französischer Schriftsteller, der als der wichtigste Repräsentant des naturalistischen Romans in die europäische Literaturgeschichte eingegangen ist. Er gilt als einer der ganz großen Romanciers des 19. Jahrhunderts und war zugleich als Journalist politisch sehr engagiert. Émile Zola wuchs in Aix-en-Provence auf, fiel durch den Schulabschluss und verdingte sich anschließend in verschiedensten Berufen. Nebenbei entdeckte er schon früh seine Leidenschaft für die Schriftstellerei und betätigte sich unter anderem als Lyriker. Der Durchbruch gelang Émile Zola 1869 mit dem Roman „Thérèse Raquin“. Das Werk über eine Ehebrecherin und Mörderin wurde von zeitgenössischen Kritikern immer wieder als geschmacklos angegriffen. Zugleich jedoch feierten die Naturalisten Zola als einen ihrer bedeutendsten Vertreter. Nach dem Vorbild Honoré de Balzacs entwarf Zola die folgenden Werke als Teil eines Zyklusses, den er Les Rougon-Macquart nannte. Die 20 Romane sind als Familiengeschichte angelegt und erhalten ihren Zunder aus den Zwistigkeiten zwischen den Familienzweigen Rougon und Macquart. Sozialkritikern gelten die Werke Zolas noch heute als reiche Fundgrube. Weitere erfolgreiche Romane im Werk des Émile Zola waren „Der Zusammenbruch“ und „Nana“. Sie erfreuten sich vor allem zu Lebzeiten des Autors großer Beliebtheit. Heute sind es vor allem „Der Totschläger“ und „Germinal“, die die Leser begeistern. Bekanntheit erlangte außerdem sein offener Brief an den Staatspräsidenten Félix Faure „J’accuse…! / Ich klage an…!“, mit dem Zola einen innenpolitischen Sturm entfachte, die sogenannte „Dreyfus-Affäre“. Im Herbst 1902 starb Émile Zola an einer Kohlenmonoxidvergiftung in seiner Pariser Wohnung. 1937 verfilmte William Dieterle sein Leben unter dem Titel „Das Leben des Émile Zola“.

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